Forderungen Jugendbeteiligung

Seit Beginn der Hoffnungsträger:inne-Initiative ist Jugendbeteiligung eine unserer Forderung. Weil Jugendbeteiligung kein Zusatzangebot ist, sondern Voraussetzung für eine lebendige und zukunftsfähige Kirche. Junge Menschen bringen wichtige Perspektiven, Erfahrungen und Ideen ein und müssen deshalb auf allen Ebenen verbindlich an Entscheidungen beteiligt werden. Das passiert bisher unzureichend. Weitere Infos dazu in diesem Dokument.

1. Junge Menschen von Anfang an beteiligen

Nicht über junge Menschen entscheiden, sondern mit ihnen gemeinsam Zukunftskirche gestalten.

Junge Menschen müssen von Beginn an, an allen Entscheidungen beteiligt werden, die sie betreffen – nicht erst im Synodalen Prozess oder bei fertigen Vorlagen. Beteiligung beginnt bei der Entwicklung von Ideen, nicht erst bei deren Bewertung.Das gilt auch und gerade für die Entwicklung von Kinder- und Jugendbeteiligungsstrukturen und deren Rahmenbedingungen.

2. Verbindliche Rahmenbedingungen schaffen

Jugendbeteiligung braucht klare Regeln, Ressourcen und Verbindlichkeit.

Jugendbeteiligung darf nicht vom Engagement Einzelner abhängen. Sie braucht feste Strukturen, ausreichende Ressourcen, zielgruppengerechte, gut kommunizierte und transparente Prozesse, eine Befähigung der jungen Menschen und vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten auf allen Ebenen der Kirche.

3. Zeitnahe vielfältige Beteiligung statt Einheitslösung

Es braucht zeitnah einen Beteiligungsmix für unterschiedliche junge Menschen.

Konkret bedeutet das, dass es verschiedene Beteiligungsformen benötigt – dauerhaft und projektbezogen, digital und analog, offen und repräsentativ. Gleichzeitig müssen diese Beteiligungsformate flexibel und anpassungsfähig sein bleiben, da sich die Lebenswelten, Bedürfnisse und Erwartungen kontinuierlich verändern. Nur ein vielfältiger und wandlungsfähiger Beteiligungsmix erreicht die unterschiedlichen Lebensrealitäten junger Menschen.

4. Koordinierungsstelle einrichten

Eine starke Stelle für Jugendbeteiligung schaffen.

Jugendbeteiligung braucht eine Koordinierungsstelle mit klaren Kompetenzen, ausreichenden Ressourcen, dem notwendigen Wissen rund um Kinder- und Jugendbeteiligung, verbindlichen Mitwirkungsrechten und um die Ergebnisse verschiedener Ebenen zu bündeln Sie sichert Qualität, Kontinuität und die wirksame Koordinierung jugendlicher Beteiligung und kann gleichzeitig als Schlichtungsstelle dienen.

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