So hat die evangelische Jugendarbeit Zukunft

Wir waren am 9. Mai 2026 bei der Delegiertenversammlung des EJW vor Ort:

  • Mit einem Stand zum Thema Jugendbeteiligung. Hier tut sich auf Ebene der Landessynode gerade was – wir werden dran bleiben.
  • Wir haben aufmerksam zugehört und ein Update dazu was die Kürzungen für die EJW-Landesstelle und für die Evangelische Kinder- und Jugendarbeit auf Landesebene bedeuten.  

Jugendbeteiligung – Wir wollen Zukunftskirche mitgestalten!

Unsere Forderung 

„Wir wollen Zukunftskirche mitgestalten“ begleitet uns bereits von Anfang an und wir sind fest davon überzeugt, dass Zukunftskirche die echte Beteiligung junger Menschen braucht. Durch zwei Anträge zum Thema Jugendbeteiligung, wird es in der kommenden Legislatur der Synode die Möglichkeit geben, dass hier etwas vorangeht (weitere Infos).

Auf der Delegiertenversammlung des EJW sind wir dazu mit Ehrenamtlichen und Synodalen des neuen Ausschuss für Bildung & Jugend ins Gespräch gekommen. Denn für uns ist wichtig, dass die Konzeption von Jugendbeteiligung nicht passieren kann, ohne junge Menschen selbst anzuhören und miteinzubeziehen.

Hast du vor Ort bereits eine Form von Jugendbeteiligung auf Kirchengemeinden, CVJM oder Bezirksjugendwerksebene? Oder den Wunsch eine Form von Jugendbeteiligung zu starten? Dann melde dich gerne auf diese E-Mail bei uns. Oder schau für einen ersten Eindruck, was es alles so für Möglichkeiten gibt, auf unserer Webseite vorbei. Hast du Lust den Prozess rund um Jugendbeteiligung in der Landessynode weiter mitzuverfolgen oder mitzugestalten? Auch dann melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns im HTI-Kernteam über neue Perspektiven, deine Erfahrungen und Gedanken, sowie Verstärkung um das Thema weiterhin zu begleiten.

Kürzungen der EJW-Landesstelle – Ressourcen auf dem Weg zur Zukunftskirche

Recap 

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Um dem entgegen zu treten wurde in der Synode lange über ein Maßnahmenpaket verhandelt wo und in welcher Höhe Geld eingespart werden kann. Die ursprünglich angedachten 31 % Kürzungen für das EJW konnten unter anderem durch euer Engagement im Rahmen der Hoffnungsträger:innen Initiative (HTI), vielen Gesprächen und letztendlich durch den Kompromiss der Gesprächskreise verhindert werden. Im Juli 2025 hat die Synode dann die Kürzungsmaßnahmen beschlossen. Für das EJW steht eine tatsächliche Kürzung der landeskirchlichen Kirchensteuerzuweisung von 15 % fest. Hierzu kommt weiterer Einsparungsbedarf aufgrund auslaufender Projektstellen, der tariflich vorgesehenen Personalkostensteigerung und der allgemeinen Inflation zusammen.

Wie geht das EJW mit den Kürzungen um?

Da die anstehenden Kürzungen frühzeitig absehbar waren, wurde sich im EJW in unterschiedlichen Formaten und Runden (u.a. mit einem Planspiel) überlegt, wie die Kürzungen bewältigt werden können und dabei das Leitmotto „Wir wollen mit weniger Ressourcen relevanter sein!“ umgesetzt werden kann. Unter dieser Perspektive hat der Vorstand des EJW ein Konzept erarbeitet und beschlossen.

Bei der diesjährigen Delegiertenversammlung des EJW am 09.05.2026, wurde klar, dass das EJW die Kürzungen bewältigen können wird – jedoch auch noch ein großer und schmerzhafter Teil des Weges vor dem EJW liegt. Manches wird nicht weitergeführt werden können, was bisher selbstverständlich war.

Handlungsleitend ist im Konzept die Vision der Delegiertenversammlung 2025: „Hin zur Basis – Nah an Gott. Nah an Menschen“ als ein Orientierungspunkt für die Jugendarbeit und das Grundanliegen: „Mit basisnahen Angeboten schafft die EJW-Landesstelle echten Mehrwert für die Jugendarbeit in Orten und Bezirken!“. Diese Vision wurde in 5 visionären Zielen konkretisiert um auch in Zeiten der Kürzungen aktiv in zukunftsrelevante Kinder- und Jugendarbeit und Zukunftskirche zu investieren. Genauere Einblicke findet ihr im Jahresbericht 2026 der Delegiertenversammlung im ersten Teil.

Einordnung von uns als Hoffnungsträger:innen-Initiative

Wir sehen das Konzept und den eingeschlagenen Weg positiv, trotz der schmerzlichen und einschneidenden Kürzungen. Wir stellen uns hinter den Dreischritt: „Hin zur Basis – Nah an Gott. Nah an Menschen“.

  • „Hin zur Basis“ spricht uns aus dem Herzen. Durch unsere Arbeit als HTI und all die Bekanntschaften, die wir darüber geschlossen haben, wurde für uns nochmal sichtbar, wie viel wichtige Arbeit überall im Land gemacht wird. Ihr als Personen vor Ort seid es, die Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende begleiten und mit ihnen Beziehung leben.
    Wir glauben, dass es in Zukunft immer wichtiger wird, dass wir uns über alle Ebenen, Orte, Bezirke, Land und über verschiedene Jugendarbeitsformen hinweg (unabhängig von Vereins- und Verbandsstrukturen oder kirchenpolitischen Idealen) besser vernetzen – für eine noch relevantere Jugendarbeit.
  • „Nah an Gott“ ist auch unser unverrückbares Fundament, auf dem wir unsere Arbeit bauen und aus dem wir Kraft, Inspiration, Wissen und Perspektive ziehen.
  • „Nah an Menschen“ ist Kern der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen aus der wir kommen. Und wir unterstreichen, dass wir dahin gehen müssen wo Kinder und Jugendliche sind. Wir wollen hier spezifisch darauf hinweisen, dass für uns „Nah an Menschen“ eng damit verknüpft ist, die Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen von den Menschen selbst anzuhören und die Arbeit dann danach auszurichten.

Gleichzeitig möchten wir unsere zweite Forderung nach Jugendbeteiligung unterstreichen: Bei der Entwicklung der Zukunftsvision hätten aus unserer Sicht die vielfältigen Stimmen und Perspektiven junger Menschen vor Ort stärker einbezogen werden müssen.

Auch im Rückblick: Riesengroßes Dankeschön an euch!

Wenn wir heute auf den ganzen Kürzungsprozess zurückblicken, dann ist es unglaublich was euer Engagement als Hoffnungsträger:innen ermöglicht hat! Gerade in Zeiten von Kürzungen und „Kirchenuntergangs-Szenarien“ seid ihr eine Erinnerung daran, dass es sich lohnt gemeinsam für das einzustehen, was uns am Herzen liegt: Eine starke evangelische Kinder- und Jugendarbeit!